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Der Film-Club beginnt mit dem offiziell größten Film aller Zeiten: Citizen Kane

Am 20. Mai trifft sich zum ersten Mal Der Film-Club. Auf dem Programm steht Citizen Kane von Orson Welles.

Filmkritiker sind sich relativ einig, dass Citizen Kane zu den herausragendsten Filmen der Filmgeschichte gehört. Roger Ebert ist der Meinung, Welles' Film sei offiziell der größte Film aller Zeiten, Truffaut schrieb, alles was im Kino nach 1940 Bedeutung habe, sei von Citizen Kane beeinflusst und James Monaco (Film verstehen) bezeichnet ihn zumindest als wahrscheinlich wichtigsten amerikanischen Film aller Zeiten.

Wieso eigentlich?

Dafür gibt ers sicherlich mehrere Gründe. Einer ist, dass Welles in Citizen Kane den aktuellen Stand der Filmtechnik nutzte und über die definierten Grenzen hinausführte. Große Schärfentiefe, extreme Unter- und Aufsichten, lange Einstellungen, eine extravagante Bildkomposition und eine für damalige Verhältnisse beeindruckende Maske stechen besonders hervor.
Welles spielt auch mit dem filmischen Erzählen, es gibt im Film selbst wiederum unterschiedliche Realitätsebenen (Film im Film), die chronologische Reihenfolge ist aufgebrochen und es gibt keinen verlässlichen Erzähler, der Zuschauer erfährt von Kane nur durch die Augen seiner Bekannten.
Schließlich hat der Film auch die französischen Autorenfilmer (wie Truffaut) begeistert, war er doch der erste echte amerikanische Autorenfilm innerhalb des Studiosystems, da Welles nicht nur Regie führte, sondern gleichzeitig produzierte, am Drehbuch mitwirkte und auch noch die Hauptrolle spielte.

Für alle, die noch etwas stöbern wollen, ein paar Links:

Englische Wikipedia
Deutsche Wikipedia
Internet Movie Database
Roger Ebert über Citizen Kane

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